Mikroskop

Chaos Deutsche Bahn (2)

18. Juni 2022 | Von

Am 23. Juni 2021 berichteten wir über die groteske Unpünktlichkeit der Bahn (siehe Monatsarchiv). Aber man sollte sich ja so oft wie möglich umweltfreundlich fortbewegen, weshalb unser Herausgeber, Chefredakteur und Bürobote  auch in diesem Jahr brav für den 16. Juni eine Zugreise von München in den Norden buchte, beginnend mit dem ICE 536 von München

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Kann das weg?

12. Juni 2022 | Von

In der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 11./12 Juni  beschäftigt sich Heribert Prantl mit der Frage nach der Bedeutung der christlichen Kirchen in unserer Zeit. Er meint, diese seien ungeachtet aller Skandale als Wertegemeinschaften und orientierende Instanzen in Sachen Liebe, Gerechtigkeit,  Versöhnung, Sinn des Lebens  und Tod unverzichtbar. Humanität sei nicht angeboren und individueller Glaube,

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Die Überdummheitssteuer

8. Juni 2022 | Von

Die Behauptung, der Satan  scheue das Weihwasser, ist seit jeher wenig überzeugend,  sind doch teuflische Repräsentanten der christlichen Kirche(n) zu jeder Zeit zwanglos mit Weihwasser umgegangen, man denke nur an die Inquisition mit ihren Hexenverbrennungen, die nicht zuletzt von führenden Christen befeuerten Verwüstungen des Dreißigjährigen Kriegs und den vielfachen Kindesmissbrauch in jüngerer Zeit einschließlich der

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Hochmut und Fall

16. Mai 2022 | Von

Bei der Bundestagswahl 2021 erzielten die SPD 25,7%, die Grünen 14,8% und die  die FDP 11,5% der abgegebenen Zweitstimmen. In den nachfolgenden Sondierungen und Koalitionsverhandlungen der Parteien gelang es Christian Lindner, die zur Preisgabe allerlei Vorhaben geneigten Grünen weitgehend über den Tisch zu ziehen und mit dem Finanz-, Justiz-, Verkehrs- und Bildungs-/Forschungsministerium  vier wichtige Ministerien

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Postmoderne Ökonomie

4. Mai 2022 | Von

Die stets emsige Wirtschaft ersinnt seit jeher andauernd innovative  Produktlinien.  Dem analogen Bereich zuzuordnen war noch die gleichzeitige Produktion der abzusetzenden Ware und  deren Abnehmer durch Werbung in Zeitungsinseraten oder Ähnlichem.  Inzwischen stoßen die Produzenten  jedoch zunehmend in virtuelle Welten vor. Vor einigen Jahren wurde als selbständiges, virtuelles Wirtschaftsgut der Preisnachlass eingeführt, der keinen Erwerb

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Fetisch Wirtschaftswachstum

2. Mai 2022 | Von

Die  jüngste und größte der Weltreligionen, der Kapitalismus, braucht keine Kirchen, Synagogen oder Moscheen, seine Tempel sind die Köpfe der Menschen. Auch verzichtet  er darauf,  Hoffnung auf eine Wiedergeburt oder ein Fortleben im Jenseits zu erzeugen, vielmehr genügt ihm das Diesseits vollauf.  Eine Erlösung, die zugleich alle Sünden vergibt, kennt er allerdings: Das Wirtschaftswachstum. Dieses

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Das Theater um Gerhard Schröder

26. April 2022 | Von

erstaunt, ist sein Verhalten in Sachen Putin doch lediglich die konsequente Fortsetzung des Vorherigen. Seitdem er mit Erfolg an den Zaunstäben des Kanzleramts gerüttelt hat, kennzeichnet Schröder nicht nur eine unverantwortlich wirtschaftsfreundliche, sondern auch eine egomanische Haltung mit narzisstischen Zügen. Er verjagte Oskar Lafontaine und verursachte so den Aderlass der SPD zugunsten der Linken. Er

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Spender Franziskus

19. April 2022 | Von

Die Bereitschaft der westlichen Bevölkerungen, der Ukraine mit Spenden zur Seite zu stehen, ist groß. Da mochte auch Papst Franziskus, das Oberhaupt der unermesslich reichen Katholischen Kirche, nicht zurückstehen: Er spendete zu Ostern den Segen urbi et orbi! Wir sind wieder einmal zutiefst bewegt.



Idylle Kapitalismus

28. März 2022 | Von

Der verbrecherische Krieg Wladimir Putins gegen die Ukraine generiert auch gute Nachrichten. Nicht von Geschlossenheit und Hilfsbereitschaft westlicher Politik sei hier die Rede, vielmehr von den deutschen Unternehmen, die ihre Geschäfte – anders als etwa Adidas, Ikea, McDonalds, OBI, Siemens und Volkswagen – in und mit Russland unbeirrt fortsetzen, hat  das  leitende Personal der Beharrlichen

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Trotz, nicht wegen

11. März 2022 | Von

Die Bevölkerungen rohstoffreicher Staaten sind häufig bettelarm. Beispiele sind die Verhältnisse in der Demokratischen Republik Kongo, in Äquitorialguinea und  Venezuela. Entwicklungsökonomen haben bereits in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts die eher schräge These aufgestellt, die Bevölkerungen rohstoffreicher Länder seien nicht trotz, sondern wegen der Bodenschätze arm. Die nationalen Eliten bereicherten sich – oft  in

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