Mikroskop

Die CSU-Basis

13. Februar 2017 | Von

hat  wenig Anlass, dem chronischen Populisten Seehofer vorzuwerfen, dass Angela Merkel wieder Kanzlerkandidatin der Union wird. Sichtlich hatte er nie andere Pläne, interessierte sich vielmehr vor allem für das nächste Wahlergebnis der CSU, sprich seinen Machterhalt, wobei er ein bemerkenswertes Interesse an autoritären Herrschern wie Orban, Putin und Trump hegt.  Wer diesen Stammtisch-Apostel, der noch immer mit seiner rechtlich unhaltbaren Forderung nach einer

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Buchempfehlung

26. Januar 2017 | Von

„Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän“ von Harald Lesch und Klaus Kamphausen, Komplett-media,  510  Seiten,  rund   € 30). Die Autoren präsentieren  eine weit in die Vergangenheit reichende, umfassende Darstellung des ruinösen menschlichen  Umgangs mit der längst überforderten Mutter Erde, ergänzt um zahlreiche instruktive Schaubilder, Hinweise (beispielsweise auf die lesenswerte laudatio ´si

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Eine Erkenntnis

8. Januar 2017 | Von

„Ja, irgendwann melden sich die Benachteiligten. Und es ist nicht so, wie die Linke sich das vorgestellt hat, dass dieses Erwachen zum Fortschritt führt. Es genügt vielen, nur dagegen zu sein. Man denkt nicht weiter. Nicht nur in Amerika. Ich habe gerade meinen Freunden gesagt, wir werden die Linke vermissen.  Denn die Linke konnte den

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Weckruf eines Älteren

30. November 2016 | Von

„Europa ist die Lösung, nicht das Problem. …. Wir müssen Wallenstein lesen, der erinnert uns daran, was wahr ist und was Lüge. Glaubenskriege? Unsinn, damals ging´s um Geld und Macht, wie heute. Der Dreißigjährige Krieg, auch ein Vorläufer der großen europäischen Kriege, zeigt nur, was wir vermeiden, was wir schützen müssen. Wenn Europa eine Person

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Buchempfehlung

27. November 2016 | Von

Stephan Lessenich, Professor am Institut für Soziologie der LMU München, hat ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel „Neben uns die Sintflut – Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“ (Hanser, ca. 200 S., € 20) vorgelegt. Darin schildert er  detailliert, wie der Westen in Fortsetzung des Kolonialismus früherer Zeiten fremde sachliche und personelle Ressourcen ausbeutet, die daraus

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Thema verfehlt

29. Oktober 2016 | Von

Der Rechtsruck auch  in den noch nicht von Populisten regierten Staaten ist gewaltig. Dafür gibt es jenseits des Reaktionären auch handfeste soziale Gründe, die  J.D. Vance in seinem Buch „Hillbilly Elegy“ am Beispiel der USA eindrucksvoll schildert. Diese Entwicklung ist für den Westen  umso bedrohlicher, als die Regierungsform der Demokratie, also idealiter eine Regierung „durch das Volk“  (Lincoln), aufgrund der immer

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Wahrheiten

24. Oktober 2016 | Von

 „Das ist die soziale Pathologie unserer Zeit: dass sie uns einteilt und aufteilt, in Identität und Differenz sortiert, nach Begriffen und Hautfarben, nach Herkunft und Glauben, nach Sexualität und Körperlichkeiten spaltet, um damit Ausgrenzung und Gewalt zu rechtfertigen.“ (Carolin Emcke) „Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren.“ (Gotthold Ephraim

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Auch in München: Radfahren!

19. Oktober 2016 | Von

Die Zahl der Bewohner von Stadt und Landkreis München wird  kontinuierlich größer, nicht aber das Straßennetz im Innenbereich der bayerischen Landeshauptstadt.  Infolgedessen ist das Autofahren in Münchens  regelmäßig weitgehend verstopfter Innenstadt zur Geduldsprobe geworden. Ein Vergleichstest ergab, dass man für eine Fahrt  von Neu- nach Haidhausen wochentags am späten Nachmittag mit dem Fahrrad nur etwa

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Vorläufig gelöscht

6. September 2016 | Von

Unlängst befand sich  hier ein Artikel mit dem Versuch einer  Auseinandersetzung mit den  Parolen der AfD und ihrer  Anhänger, zu denen erstaunlicherweise auch gebildete Zeitgenossen zählen. Das Phänomen AfD scheint uns selbst für  erfahrene Soziologen und  (auch Sozial-) Psychologen ein schwieriger Fall zu sein. Daher wollen wir als  Laien keinesfalls leichtfertig  die  sich aufdrängende Behauptung aufstellen, man habe es zu tun

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Wer sagt es ihm?

2. September 2016 | Von

Man muss, sollte nicht alles sagen, schon gar nicht in der Politik. Aber irgendjemand sollte Sigmar Gabriel doch einmal darüber aufklären, dass er nicht nur Wirtschaftsminister, sondern auch Vorsitzender einer sozialdemokratischen Partei ist, für den soziale Gerechtigkeit  mehr als  bestenfalls gelegentliches Lippenbekenntnis sein muss. Ein karger Mindestlohn ist angesichts der grotesken und weiter zunehmenden finanziellen Ungleichheit im Lande

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