Kiesel und abstraktes Denken

26. Februar 2010 | Von | Kategorie: Mikroskop

Eine Göttinger Ethologin hat herausgefunden, dass es Pavianen schwerfällt, unterschiedlich große Mengen von Objekten ihrer Begier (Rosinen) zu unterscheiden. Sie ergreifen sogleich das erstbeste Häufchen. Ersetzt man die Rosinen allerdings durch Kieselsteine und belohnt die Affen später, rechnen diese wesentlich präziser. Hieraus schließt die Forscherin, Impulsunterdrückung könne eine Voraussetzung für abstraktes Denken sein.

 

Investmentbanker unterdrücken keinen Impuls und grapschen  dennoch blitzschnell nach dem größten  Haufen Rosinen. Ihr soziales Verhalten jedoch ist dem der Paviane deutlich  unterlegen. Woran wieder einmal abzulesen ist, dass abstraktes Denken für Primaten nicht von entscheidendem Vorteil ist.     

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