Unsere schöne Sprache 3

1. Dezember 2019 | Von | Kategorie: Boskop

Unter dem vielfach beklagten Verlust der Artenvielfalt leidet  seit langem auch die deutsche Sprache. Der „Lotterbube“, besonders in der Ausprägung des „Beutelzausers“, das „Nasenfahrrad“, die Farbe „semmelfalb“, „versetzen“ für antworten, der „Waschzuber“ oder der „Abtritt“ zum Beispiel sind längst ins allgemeine Vergessen abgetaucht.

Anderes wie „liederlich“, „geziemend“,  „Antlitz“, „Beinkleid“, oder  „Schutzmann“  gehört hingegen noch zum nur bedrohten Wortschatz. Und unter einer „Telefongabel“ versteht die derzeitige Jugend wohl bestenfalls ein Smartphone mit Zinken.  

Archäologen könnten in ein- oder zweitausend Jahren zahlreiche schon jetzt verblichene oder demnächst untergehende Vokabeln wieder zu Tage fördern, wenn dann noch Menschen existierten. Andere Tiere  werden sich kaum für unsere  Gattung interessieren, eher damit beschäftigt sein, in den Verwüstungen zu überleben, die wir ihnen hinterlassen haben.    

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