Mikroskop

Kurzschluss

9. Dezember 2018 | Von

Im Samstagsessay  vom 8./9.12 2018 titelte die SZ über die Gier, diese sei menschlich. Genug könne nie genug sein. Deshalb solle man die Gier als das akzeptieren, was sie eben auch sei: ein biologisches Muster,  das jeden antreibe und auch Systemkritiker  und Asketen keineswegs verschone. Der Autor fährt fort:  „Die Wahrnehmung:  Topleute verdienen extrem viel. Die Wirklichkeit:

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Weisheiten der späten Stoa

30. September 2018 | Von

„Überschreitet man das Maß, so wird das Angenehme zum Unangenehmen.“ ….“Es ist ebenso schwierig für die Reichen, Weisheit zu erlangen, wie für die Weisen, Reichtum zu erlangen.“ …. „Sei nicht feiger als die Kinder! Wenn es Dir angezeigt erscheint, sage: Ich spiele nicht mehr mit.“ …. „Es sind nicht die Dinge, die uns beeinträchtigen, sondern

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Ruhmsucht

22. Juni 2018 | Von

Ich kümmere mich nicht so sehr darum, was für ein Mensch ich im Geiste anderer bin, als darum, was für ein Mensch ich vor mir selbst bin: ich will mir reich vorkommen durch meinen eigenen, nicht durch geborgten Reichtum. Michel de Montaigne, Essais  



Der Abgrund

13. April 2018 | Von

Zu Facebook passt ein Spruch von Friedrich Nietzsche: „Wenn Du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in Dich hinein.“ Dies umso mehr, als die öffentlich zelebrierte Reue des Mark Zuckerberg angesichts der Hilflosigkeit der Politik im Wesentlichen ohne Konsequenzen bleiben wird. Facebook vermarktet die Daten seiner Nutzer, und an diesem Geschäftsmodell wird Zuckerberg ohne

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Achtung Jäger!

10. April 2018 | Von

Die Mitteilung des neuen Vorstandchefs Christian Sewing an die Mitarbeiter  der Deutschen Bank, gemeinsam müsse man die „Jägermentalität“ zurückgewinnen, erinnert fatal an Josef Ackermann. Sie sollte die Kunden der Bank veranlassen, Anlageempfehlungen des Hauses mit besonderer Vorsicht zu begegnen.



Beinahe

27. Februar 2018 | Von

Wäre Annegret Kramp-Karrenbauer nicht mit nahezu 99, sondern mit 100  Prozent der abgegebenen Stimmen zur Generalsekretärin der CDU gewählt worden, hätte das noch stärker an ein gewisses Ereignis vom 19. März 2017  erinnert. Hysterischer Jubel über Strohhalme: Zeichen bevorstehenden Untergangs.



Ins Bett zu Oblomow

20. Februar 2018 | Von

Das Wörterbuch des Neoliberalismus ist stets in produktiver Bewegung.  Der herrlich zynische Satz „Sozial ist, was Arbeit schafft“, ist mittlerweile dem kaum weniger genialen  „Deutschland ist ein reiches Land“ gewichen. Diese außerordentlich beruhigende Formulierung sollte umso mehr für München zutreffen, wo die Wirtschaft besonders kräftig boomt und nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Bei der Mitteilung der Creditreform, jeder elfte erwachsene Münchner sei –

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Alternativer Alexander

8. Januar 2018 | Von

Der frisch gebackene Chef der CSU-Bundestagsfraktion Alexander Dobrindt (CSU)  hat in der WELT  eine „bürgerliche Wende“ ausgerufen und dabei geäußert:  “ Auf die linke Revolution der Eliten folgt eine konservative Revolution  der Bürger. Wir unterstützen diese Revolution.“ Der karierte Alexander sei gepriesen für die ihm eigenen Erkenntnisse von Trump´scher Qualität, war uns die von ihm entdeckte linke Revolution der

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Betrachtungsweisen

7. Januar 2018 | Von

Einerseits: „Richness, like health, is taken from nobody.“ (Adam Smith/David Ricardo) Andererseits: „Die Wohlstandsgesellschaft und die Gesellschaft der Benachteiligten haben ihr „Zusammensein“. Der Reichtum der einen ist aus der Armut der anderen gemacht. „Dies ist so, weil jenes so ist.“  …   Wir müssen also aufpassen, nicht Gefangene unserer Begriffe zu werden. In Wahrheit enthält alles

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Buddhistische Erkenntnisse

5. Januar 2018 | Von

„Es tut gut, …vom Wünschen zu lassen und der Liebe eine Chance einzuräumen, indem wir durch den Rückgang unserer Wünsche automatisch mehr lieben können. Aber denkt bitte nicht, Lieben würde bedeuten, dass da jemand ist, der uns liebenswert erscheint. Wenn wir so lieben, lieben wir nicht wirklich. Dann schätzen wir einen Menschen und nehmen mit ihm

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