Raffkes in Gefahr

10. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Teleskop

Steppenwühlmäuse, die in der Rangordnung ihres Clans oben stehen, leiden  häufiger unter Parasiten als ihre rangniederen Kollegen. Das geht uns glücklicherweise relativ  wenig an, da die Steppenwühlmaus nur noch in  West- und Zentralasien weilt  und  bekanntlich ausschließlich  mit der nordamerikanischen Salbeiwühlmaus verwandt ist.  Bemerkenswerter  ist da schon die Sache mit unseren Verwandten,  den Menschenaffen.

 

Amerikanische Forscher haben durch die Untersuchung von Kotproben (igitt)  entdeckt, dass  dominante männliche Schimpansen stärker von  Würmern heimgesucht werden  als die  einfachen Mitglieder der Gruppe.  Die Wissenschaftler vermuten, dass die  für den  gesellschaftlichen  Aufstieg erforderliche Aggression zu einem erhöhten Testosteron-Spiegel führt, der das Immunsystem der Leittiere beeinträchtigt. Da kann schon mal eine Infektion auftreten, die manchen  Affenchef dahinrafft. Denkbar sei auch, dass die Paschas sich aufgrund ihres häufigen Umgangs mit sozial schwachen  Exemplaren, die  ihnen das Fell kraulen, nicht selten anstecken, ganz zu schweigen von der egomanischen Ausnutzung des Sex-Monopol der Giganten, dessen Ende das einfache Männervolk kaum erwarten kann.

 

Wie dem auch sei: Vom Menschenaffen zum Affenmenschen ist es bekanntlich nur ein kleiner Schritt. Der gesellschaftliche Aufstieg in den Industriestaaten kann aufgrund des dortigen  kulturellen & moralischen Niedergangs  nur noch durch die aggressive Anhäufung unnütz  großer Vermögen  bewerkstelligt werden; auch die Politik ist inzwischen  eine beliebte Etappe auf dem Weg dahin. Außerdem lassen sich auch die männlichen Nie-Genugs der Gattung homo sapiens liebend gern von  Gespielinnen  das Fell kraulen und sonst  bedienen. Sie sollten  sich daher  ernsthafte Sorgen um ihre Gesundheit machen.  Es droht vorzeitiges Ableben,  und die Perspektiven für die Zeit danach sind zumindest für Christen nicht besser: Jesus hat nunmal düster verkündet, ein Kamel gehe leichter durch ein Nadelöhr,  als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme (Lukas, 18,25).   

 

Da scheint  endlich  Licht der Hoffnung am Horizont des Steuerzahlers auf, der inzwischen finanzielle Belastungen tragen soll, die seine Leistungsfähigkeit bis in alle Zukunft  weit übersteigen. Die Parasiten werden sich gegenseitig erledigen, und die kraulenden  Luxusdamen  werden endlich auch denen  zugute kommen, die so dumm sind, Steuern zu bezahlen!     

 

Da wir aber niemandem Übles wollen, raten wir den  Raffkes dieser Welt, schleunigst ihre Ausscheidungen zu untersuchen und gegebenenfalls vermittels geeigneter Medikamente ihren Testosteron-Spiegel zu senken sowie alle inwendigen Würmer zum Teufel zu schicken.    

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