Boskop

In eigener Sache

13. Januar 2026 | Von

Bis zu seinem Tod im August vergangenen Jahres hat unser Vater Joachim Körnig die Nachtgazette begleitet und gestaltet – als Medium, in dem er seine Gedanken, Beobachtungen und Kreativität zum Ausdruck brachte. Unter dem Titel „Die Nachtgazette – Satire, Kultur und Gesellschaft“ ist nun eine Auswahl seiner besten Texte, Karikaturen und Fotografien als Taschenbuch erschienen.

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Meinungsfreiheit unter Vorbehalt

7. Januar 2026 | Von

In Deutschland darf man alles sagen. Kaum ein Satz wird so oft, so selbstgewiss und mit so beruhigender Wirkung wiederholt. Er klingt wie ein demokratisches Schlaflied: Alles in Ordnung, weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen. Auffällig ist allerdings, dass dieser Satz vor allem von politischen und medialen Eliten bemüht wird. Große Teile der Bevölkerung

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Entwicklung

23. Mai 2025 | Von

In seinem  Roman „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ (Diogenes TB, 267 Seiten,  14 Euro) schildert Thomas Meyer  humorvoll die mühsame  Emanzipation des jungen Studenten Mordechai („Motti“) Wolkenbruch vom strengen Judentum, insbesondere von seiner erzkonservativen Mutter. Sie präsentiert ihm  ebenso trickreich wie vergeblich immer wieder ein anderes jüdisches Mädchen als zukünftige Ehefrau. Motti

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Nicht für jeden

13. April 2025 | Von

Dieser  im Jahr 2006 erschienene, erste „Roman“ des Wolf Haas (Hoffmann und Campe, TB, 223 Seiten, 14 Euro) jenseits der Brenner-Krimis ist keiner. Er besteht vielmehr lediglich aus einem Gespräch zwischen Haas und einer „Literaturbeilage“ über eben diesen Roman. Eine gute Idee des Autors wie im „Wackelkontakt“? Es existieren durchaus Rezensionen, die dem „Wetter vor

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Hervorragend

27. Januar 2025 | Von

Zu Anfang seines Romans „Wackelkontakt“ (Hanser, 239 Seiten, 25 Euro) erwähnt der vielfach ausgezeichnete Wahlwiener Wolfgang Haas ein Bild des niederländischen Künstlers M.C. Escher, auf dem die Hände eines Menschen sich gegenseitig zeichnen (siehe Fotos). Ähnlichen Irrwitz präsentiert Haas in seinem neuen Buch. Der Einfachheit halber sei hier die Beschreibung der Ausgangspunkte auf der Rückseite

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Echoräume

6. Januar 2025 | Von

Auf Seite 280 seines neuen, als Spiegel-Bestseller gerühmten Romans „Man kann auch in die Höhe fallen“ (Kiepenheuer & Witsch 2024, 358 Seiten, 26 Euro) bekennt Joachim Meyerhoff, er sei nie gut darin gewesen, für sich  „allein zu denken und zu dichten und dann fertige Geschichten als Kunstwerke in die Welt zu lassen.“ Seine Geschichten entstünden

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Liest sich gut

16. Dezember 2024 | Von

Der vom Kabarettisten und Schriftsteller Heinz Strunk gewählte Titel irritiert zunächst: Thomas Manns wunderbarer Roman verdient weder eine Persiflage noch ein Remake. Beides ist „Zauberberg 2“ allerdings  auch nicht. Für Ersteres fehlt es trotz durchgehender  humoristischer Anflüge (Beispiel: „Wenn die Ebbe kommt,  dann  zeigt sich, wer ohne Badehose schwimmt.“) in der Substanz des Gebotenen an

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Doppelt & Dreifach

10. Juni 2024 | Von

Viel ist heutzutage die Rede von einer gelungenen „work-life-balance“ – und das mit Recht. Welches Kind schon mag den Vater erst dann näher kennen lernen, wenn dieser das Rentenalter erreicht hat? Die Zeiten, in der sich insbesondere Söhne in ihrer Kindheit besser von ihren Erzeugern fernhielten, sind ja vorbei, wobei Ausnahmen wie stets die Regel

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2024 in den USA

28. Mai 2024 | Von

Immerhin die Eisproduktion funktioniert noch…



Highlight

18. April 2024 | Von

aus dem Nationalmuseum in Bangkok.