Vor nicht allzu langer Zeit wurde berichtet, eine Frau habe offenbar ihren Ehemann getötet, zerlegt und in kleinen Portionen durch die Toilette gespült sowie mit dem Hausmüll abtransportieren lassen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Der Wunsch einer Ehefrau, sich von ihrem Ehegespons final zu distanzieren, ist nicht eben selten. Wird dabei die Anwendung unerlaubter Mittel erwogen, ist allerdings zu bedenken, dass die forensischen Kriminologen heutzutage über eine gewaltige Palette von Ermittlungsmethoden verfügen. So wurden in dem eingangs skizzierten Fall trotz hausfraulich vorbildlicher Reinigung aller eingesetzten Gegenstände wie möglicherweise Badewanne, Axt, Säge, Messer, Hackbrett, Schraubenzieher (bei Ersatzteilen in Hüfte oder sonstigem Gebein) und Toilette Blutspuren entdeckt, die vermutlich die Überführung der Täterin zur Folge haben werden.
Nach Lage der Dinge ist der Weiblichkeit also wärmstens zu empfehlen, zum Zwecke der Beseitigung des Ehemanns andere, zulässige Wege zu gehen.
Dabei kommt zunächst in Betracht, den Gatten als Sperrmüll abholen zu lassen, oder ihn in einem der kommunalen Wertstoffhöfe abzuliefern, die fortschrittliche Gemeinden ihren Bewohnern zur Verfügung stellen. Im letzteren Fall sind genaue Erkundigungen nach dem Container angeraten, der für die Aufnahme von Ehemännern bestimmt ist; es wäre, zwar passend, mit der Menschenwürde aber kaum vereinbar, den Angetrauten zusammen mit ausgedienten Heizkörpern oder Lautsprechern zu lagern. Auch sollte der Ehemann zwecks Meidung strafbarer Körperverletzungen vorsichtig abgestellt und nicht einfach in das Behältnis hineingeworfen werden.
Freilich hat diese Methode den Nachteil, dass die Betroffenen, denen die Einsicht in den tieferen Sinn des Projektes abgeht, dieses womöglich durch verweigerte Mitwirkung unterlaufen und ohne jedes Anzeichen der Läuterung wieder in der gemeinsamen Wohnstätte erscheinen.
Es bleibt der hoffnungsreiche Ausweg, dem Gatten ersatzweise eine andere Frau zuzuführen, verbunden mit der Hoffnung, das frische Paar werde alsbald – vorerst selig – gemeinsam das hinreichend Weite suchen. Die Neue sollte man allerdings vorsorglich nicht dem Freundeskreis entnehmen, da dies später, wenn der Göttliche auch bei ihr zu „diesem Kerl“ mutiert ist und sie in den Kreis zurückkehrt, allerlei Anwürfe und sonstige Wirrungen zur Folge haben kann. Stattdessen ist zu empfehlen, eine fremde Glücksschürferin im Internet zu rekrutieren. Über die insoweit empfehlenswerten Vorgehensweisen unterrichtet das im Problemverlag erschienene Standardwerk „Abschiebung von Ehemännern ins Internet“ von Prof. Dr. h. c. Müller-Mulm, gebunden, 398 Seiten, das Sie für nur € 879,00 über die NACHTGAZETTE beziehen können.