Boskop

Christian Morgenstern (3)

20. Januar 2019 | Von
christian morgenstern 3

Aus der noch nicht lange zurückliegenden Zeit, als es noch Lexika von Brockhaus und Meyer gab, hier ein weiteres Nonsense-Gedicht des Christian Morgenstern: Auf seinen Nasen schreitet einher das Nasobém, von seinem Kind begleitet. Es steht noch nicht im Brehm.   Es steht noch nicht im Meyer. Und auch im Brockhaus nicht. Es trat aus

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Drohendes Unheil

19. Dezember 2018 | Von
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In der gegenwärtigen Periode winterlicher Düsternis wächst still eine beträchtliche  Gefahr heran. Nicht wenige Exemplare des europäischen Sapiens leiden immer wieder unter erheblichen Flüssigkeitsverlusten aus  rot umrandeten Nasenlöchern. Neurologen befürchten nun, dass das regelmäßig über der Nase befindliche Gehirn nachhaltig austrocknen und durch die genannten Öffnungen  in die ohnehin belastete Atmosphäre rieseln könnte. Zwar  würde ein derartiges Ungemach

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Christian Morgenstern (2)

10. Dezember 2018 | Von

    Christian Morgenstein war auch Aphoristiker. Einige Beispiele: „Es  gibt keine Einzelschuld, es gibt nur Gesamtschuld. Wir müssen uns nur gegenwärtig halten, dass die Bestrafung eines Verbrechers durch unsere Behörden nur den Schein der Gerechtigkeit für sich hat, nicht die Gerechtigkeit selbst; denn wie könnte die wahre Gerechtigkeit sich gegen einen einzelnen wenden, sie,

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Christian Morgenstern

20. Oktober 2018 | Von

    Christian Morgenstern (1871 – 1914) war  Nonsensedichter, Anthroposoph und Philosoph. Hier eines seiner Nonsense-Gedichte: Der Lattenzaun Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.   Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da –   und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus.   Der Zaun indessen stand

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Joachim Ringelnatz (4)

23. Dezember 2017 | Von
ringelnatz

Hier ein Ringelnatz- Gedicht mit dem Titel „Schenken“: Schenke groß oder klein Aber immer gediegen. Wenn die Bedachten Die Gaben wiegen, Sei Dein Gewissen rein. Schenke herzlich und frei. Schenke dabei, Was in Dir wohnt An Meinung, Geschmack und Humor, So dass die eigene Freude zuvor Dich reichlich belohnt. Schenke mit Geist ohne List. Sei eingedenk

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Joachim Ringelnatz (3)

29. September 2017 | Von

  Noch ein kleines Gedicht von Joachim Ringelnatz: Es redete die Exegese. Ihr Hörer war ein Zopfchinese. Der nickte nur von Zeit zu Zeit; Die Exegese war erfreut. Auf einmal fragte der Chinese; Da ward die Exegese bese.



Joachim Ringelnatz (2)

30. August 2017 | Von

  Hier ein feines Nonsense-Gedicht des Meisters: Im dunklen Erdteil Afrika Starb eine Ziehharmonika. Sie wurde mit Musik begraben. Am Grabe saßen 20 Raben. Der Rabe Num´ro einundzwanzig Fuhr mit dem Segelschiff nach Danzig Und gründete dort etwas später Ein Heim für kinderlose Väter. Und die Moral von der Geschicht? – Die weiß ich leider

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Noch mehr Fußballglück

27. Juni 2017 | Von

Angesichts des Erfolgs der deutschen U-21 bei der Europameisterschaft in Polen plant der DFB, bereits ab 2018 eine deutsche U-3 aufzustellen und baldmöglichst an internationalen  Wettbewerben teilnehmen zu lassen. Zahlreiche KITAs stellen sich  bundesweit bereits  auf  Besuche von Talentscouts ein. Diese werden dem DFB laut Uli Hoeneß in bewährter Selbstlosigkeit  vom FC Bayern zur Verfügung gestellt.  In  einer spontan anberaumten Pressekonferenz erklärte

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Riding High

17. Juni 2017 | Von

Als „Goldener Herbst des Lebens“ gilt gemeinhin die Zeit, in welcher der homo sapiens sein Dasein frei von Arbeits- und Erziehungspflichten in vollen Zügen genießt, indem  er sich Kontemplativem widmet, die Welt bereist und/oder anderes unternimmt, das ihm Freude macht. Diese Lebensphase ist Gegenstand erheblicher Vorfreude insbesondere solcher Zeitgenossen, denen ihre dem Gelderwerb dienenden Aktivitäten –

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Joachim Ringelnatz

19. März 2017 | Von

lebte von 1883 bis 1934 ein kurzes, aber äußerst kreatives Leben nach dem Motto: „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“ Hier eines seiner unsterblichen kleinen Gedichte: Die Ameisen. In Hamburg lebten zwei Ameisen, Die wollten nach Australien reisen. Bei Altona auf der Chaussee Da taten ihnen die Beine weh, Und

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