Boskop

Gleichberechtigung

19. Oktober 2019 | Von

Wie Frank B. aus S. (88) glaubhaft berichtet, wird sein Vater im nächsten Jahr 138, seine Mutter dagegen nur 129. Und im übernächsten Jahr sehe es auch nicht viel besser aus. Wird die Benachteiligung der Frauen jemals enden?



Eindringlinge

20. September 2019 | Von

Hier eine Kolumne der „Irish Times“  aus den vierziger Jahren von Flann O’Brien, dem genialen irischen Schriftsteller und Saufkopf (entnommen den „Golden Hours“, Übersetzung Harry Rowohlt): „Als ich neulich eine Zeitung las, sah ich die Überschrift DREI JAHRE FÜR MANN IM SCHRANK. Ein hartes Urteil, werden Sie sagen, besonders da den meisten Menschen jedes Bewusstsein dafür

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Tragik des Mannes

17. August 2019 | Von

Die Menschheit steht vor großen Herausforderungen. Aber auch alltägliche Probleme harren noch der Lösung, beispielsweise die des gemeinen Manns bei der alltäglichen Beschaffung von Lebensmitteln. Selig die Zeiten, als der Herr der Schöpfung sich noch als Jäger und Sammler darauf beschränkte, seine nähere Umgebung zu durchstreifen und dabei nur auf einzelne  Objekte der Begierde  traf,

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Christian Morgenstern (3)

20. Januar 2019 | Von

Aus der noch nicht lange zurückliegenden Zeit, als es noch Lexika von Brockhaus und Meyer gab, hier ein weiteres Nonsense-Gedicht des Christian Morgenstern: Auf seinen Nasen schreitet einher das Nasobém, von seinem Kind begleitet. Es steht noch nicht im Brehm.   Es steht noch nicht im Meyer. Und auch im Brockhaus nicht. Es trat aus

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Drohendes Unheil

19. Dezember 2018 | Von

In der nahenden Periode winterlicher Düsternis wird wieder still eine beträchtliche  Gefahr heranwachsen. Nicht wenige Exemplare des europäischen Sapiens leiden  in der kalten Jahreszeit immer wieder unter erheblichen Flüssigkeitsverlusten aus  rot umrandeten Nasenlöchern. Neurologen befürchten neuerdings, dass das regelmäßig über der Nase befindliche Gehirn nachhaltig austrocknen und durch die genannten Öffnungen  in die ohnehin belastete Atmosphäre rieseln könnte.

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Christian Morgenstern (2)

10. Dezember 2018 | Von

    Christian Morgenstein war auch Aphoristiker. Einige Beispiele: „Es  gibt keine Einzelschuld, es gibt nur Gesamtschuld. Wir müssen uns nur gegenwärtig halten, dass die Bestrafung eines Verbrechers durch unsere Behörden nur den Schein der Gerechtigkeit für sich hat, nicht die Gerechtigkeit selbst; denn wie könnte die wahre Gerechtigkeit sich gegen einen einzelnen wenden, sie,

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Christian Morgenstern

20. Oktober 2018 | Von

    Christian Morgenstern (1871 – 1914) war  Nonsensedichter, Anthroposoph und Philosoph. Hier eines seiner Nonsense-Gedichte: Der Lattenzaun Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.   Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da –   und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus.   Der Zaun indessen stand

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Joachim Ringelnatz (4)

23. Dezember 2017 | Von

Hier ein Ringelnatz- Gedicht mit dem Titel „Schenken“: Schenke groß oder klein Aber immer gediegen. Wenn die Bedachten Die Gaben wiegen, Sei Dein Gewissen rein. Schenke herzlich und frei. Schenke dabei, Was in Dir wohnt An Meinung, Geschmack und Humor, So dass die eigene Freude zuvor Dich reichlich belohnt. Schenke mit Geist ohne List. Sei eingedenk

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Joachim Ringelnatz (3)

29. September 2017 | Von

  Noch ein kleines Gedicht von Joachim Ringelnatz: Es redete die Exegese. Ihr Hörer war ein Zopfchinese. Der nickte nur von Zeit zu Zeit; Die Exegese war erfreut. Auf einmal fragte der Chinese; Da ward die Exegese bese.



Joachim Ringelnatz (2)

30. August 2017 | Von

  Hier ein feines Nonsense-Gedicht des Meisters: Im dunklen Erdteil Afrika Starb eine Ziehharmonika. Sie wurde mit Musik begraben. Am Grabe saßen 20 Raben. Der Rabe Num´ro einundzwanzig Fuhr mit dem Segelschiff nach Danzig Und gründete dort etwas später Ein Heim für kinderlose Väter. Und die Moral von der Geschicht? – Die weiß ich leider

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