Sensation: Gott zurückgetreten!

6. Juni 2021 | Von | Kategorie: Teleskop

Nach einer Pressemitteilung des Vatikans liegt diesem eine vom Allmächtigen unterzeichnete Rücktrittserklärung vor. Darin heiße es, beginnend mit der Schöpfung seien ihm bei seinen Tätigkeiten als Herrgott bedauerlicherweise eine Vielzahl von Fehlern unterlaufen. Daraus wolle er nun persönliche Konsequenzen ziehen. Lange habe er mit sich gerungen, um die nicht zu enttäuschen, die noch an ihn glaubten, nun aber wolle er mit sofortiger Wirkung  Platz für einen Nachfolger machen, dem es besser gelinge, die  Geschicke auf Erden zu steuern. Wer das sein könne, sei ihm allerdings unbekannt.

Der Rücktritt bestätigt seit langem kursierende Gerüchte über eine gewisse Amtsmüdigkeit Gottes, löste aber dennoch bei vielen Gläubigen Bestürzung aus. Der Vatikan bekundete in einer ersten Stellungnahme großen Respekt vor der Entscheidung des Allmächtigen und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz, dem  die katholische Kirche ihre Entstehung verdanke.  Für ihre weitere Entwicklung habe Gott jedoch keine Rolle mehr gespielt, weshalb es eines Nachfolgers nicht bedürfe.

Dies wird jedoch beileibe nicht überall so gesehen. So äußerten Friedrich Merz, der bayerische Verkehrsminister Scheuer, aber auch erfahrene ausländische Politiker wie Donald Trump, Jair Bolsonaro, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin spontan Interesse an der Übernahme der frei gewordenen Position, wobei die letzteren übereinstimmend betonten, sie hätten nachweislich bereits erfolgreich Gott gespielt. Die besten Chancen werden derzeit Angela Merkel eingeräumt, die ihre Kandidatur als alternativlos bezeichnete und triumphierend ausrief: „Sie kennen mich!“.

Es führt daher wohl kein Weg an der sportlichen Wahl eines Sukzessors vorbei, bei der zweifellos weitere anbetungswürdige Bewerber antreten werden. Allerdings ist, da  Gott –  auch als Jahwe und Allah – weltweite Bedeutung erlangt hatte, derzeit noch offen, wer das Wahlverfahren mit zuverlässig korrektem Ausgang koordinieren  soll. Kaum dafür geeignet wäre die seit langem weltumspannend tätige FIFA, deren Führungspersonal sich bekanntlich nicht immer durch vorbildliches Verhalten ausgezeichnet hat. Auch vom IOC dürfte eher abzuraten sein, denn wer will bei einer so wichtigen  Entscheidung schon einen  gedopten Sieger…

Das wird noch schwierig.

(Foto: Gerd Altmann – pixabay)

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