Kaleidoskop

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„Brringt mirr dän Frrisörr!!“

Wenn der Scheitel auf der falschen Seite saß, war Adolf immer ganz aufgebracht.

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Deutsches Fernsehen

ARD, ZDF und die Dritten Programme hatten einmal einen Bildungsauftrag.  Gesendet werden inzwischen aber vor allem – den Ausgang aus selbst verschuldeter Unmündigkeit nicht fördernde –  Krimis, unsäglich seichte Unterhaltungsfilmchen  und Talkshows mit regelmäßig  geringem Informationswert. Wissenswertes transportieren im Wesentlichen nur  noch Sender wie arte,  ARDalpha, Phoenix, 3Sat  und  der Adolf-Hitler-Gedenksender ZDFinfo.  Nicht einmal  für  die Übertragung vieler Sportereignisse wie soeben

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Mikroskop

Unbedingt lesenswert

ist „Abenteuer Freiheit“ von Carlo Sprenger (Suhrkamp, 123 Seiten, € 14). Der in Tel Aviv lehrende Psychologe schildert darin die unguten Folgen der Freiheit des modernen westlichen Menschens, der einerseits von keiner Glaubensgemeinschaft mehr beengt ist, auch alle ähnlichen Bindungen  jederzeit abstreifen  und sein Leben frei gestalten kann, andererseits aber außerstande ist, diesen Freiraum sinnvoll auszufüllen. Die Darlegungen sind eindringlicher als

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Die CSU-Basis

hat  wenig Anlass, dem chronischen Populisten Seehofer vorzuwerfen, dass Angela Merkel wieder Kanzlerkandidatin der Union wird. Sichtlich hatte er nie andere Pläne, interessierte sich vielmehr vor allem für das nächste Wahlergebnis der CSU, sprich seinen Machterhalt, wobei er ein bemerkenswertes Interesse an autoritären Herrschern wie Orban, Putin und Trump hegt.  Wer diesen Stammtisch-Apostel, der noch immer mit seiner rechtlich unhaltbaren Forderung nach einer

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Buchempfehlung

„Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän“ von Harald Lesch und Klaus Kamphausen, Komplett-media,  510  Seiten,  rund   € 30). Die Autoren präsentieren  eine weit in die Vergangenheit reichende, umfassende Darstellung des ruinösen menschlichen  Umgangs mit der längst überforderten Mutter Erde, ergänzt um zahlreiche instruktive Schaubilder, Hinweise (beispielsweise auf die lesenswerte laudatio ´si

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Boskop

Saftig

Shakespeares spätes, zu den Romanzen gezähltes Stück „Der Sturm“ ist inhaltlich dürftig, partiell wirr und endet eher unvermittelt. All dies entspricht  der Absicht Shakespeares, die Schauspielerei und generell den Menschen und sein Tun als bloßen Schall und Rauch vorzuführen.  Mit Hilfe eines beeindruckend wilden, hölzernen Bühnenbildes und fast ausnahmslos exzellenter Mimen gelingt  Christian Stückl  im Münchner Volkstheater  eine herrliche

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Noch: Machtlos

Die Olympischen Spiele 2018, 2022  und 2024  werden nicht von ARD und ZDF übertragen, sondern nur vom Spartensender Eurosport. Dies entspricht zwar unseren Vorstellungen (siehe „Spaziergang anstatt“ vom 06. August 2016), liegt aber nur daran, dass die vom öffentlichen Fernsehen geführten Verhandlungen am Geld gescheitert sind. Und das ist eine Schlappe, irgendwie. Wir kaufen doch auch sonst jeden

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Ratgeber Gesundheit

Bochum. Ein 47-jähriger Unterstudienrat aus Würzburg wurde gestern nach einem Kollaps in die Universitätsklinik Münster eingeliefert. Er hatte bei ZDF Neo  versehentlich nacheinander vier alte Folgen der „Schwarzwaldklinik“ gesehen, ohne sich zwischendurch zu erheben. Der behandelnde Arzt teilte mit, der Patient befinde sich noch auf der Intensivstation, sein Zustand sei aber stabil.  Auch ein gesunder Kreislauf benötige  spätestens nach zwei

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